Gastaussteller

Berichte der Sparte "Gastaussteller"

Dienstag, 2. Februar 2010 - 20:49 Uhr
Alle Insekten In der Zucht von Daniel Weber Phyllium jacobsoni

also nun zu den Phyllium jacobsoni.
Temperatur:22-25 c

Geringe Luftzirkulation

Ich habe meine Tiere Mitte letzten Jahres als Eier erhalte. Kurz darauf
begannen auch schon die ersten Tiere zu schlüpfen.

Die ersten 3-4 Larven wollten nicht an das von mir angebotenen Futter
(Brombeere) gehen.

Als ich auf die Idee Kamm und zu den Brombeeren auch Glauteria (Scheinbeere, Sallal)
mit in das Terrarium zu stellen, begannen die Tiere mit der Futteraufnahme.

Die Haltung begann in einem Terrarium mit den maßen 20x20x30 (lxbxh). diese Größenordnung
hielte ich bis zum subadulten Stadium bei.

Danach setzte ich die Tiere in einen je 20 cm in allem drei maßen größeres Terrarium
um. Zusammen mit tropidacris collaris, gedeihen die Tiere nun prächtig. und die
ersten Weibchen haben schon mit der Eiablage begonnen. bei einer rlf von 70-80%
dürfte das auch kein weiteres Problem sein.

Dienstag, 2. Februar 2010 - 20:45 Uhr
Extatosoma tiaratum

Ursprungsland: Australien
Beschreibung: E. tiaratum sind große, beeindruckende Insekten.
Die Weibchen tragen den Hinterleib skorpionsmäßig gekrümmt über dem Rücken.
Die Tiere sind stark bedornt und ähneln einem vertrockneten Blatt.
Körperlänge der Männchen: 8-9 cm
Körperlänge der Weibchen: 12-16 cm, degenerierte Weibchen können aber auch kleiner sein

Terrariengröße: Mind. 30x30x45 cm für maximal 4 adulte (ausgewachsene) Tiere
Temperatur: 20-28 °C (Nacht/Tag)
Luftfeuchtigkeit: ca. 70%
Futterpflanze(n): Brombeere, Haselnuss,Rose, Himbeer,Eukalyptus und Eiche
Fortpflanzung: Sie können sich sowohl geschlechtlich, als auch parthenogenetisch (d.h. ohne Männchen) vermehren.
Die Eier werden einfach fallen gelassen; Die Entwicklungszeit der Eier beträgt ca. 6 Monate.

Tipps/Wissenswertes:

-Extatosoma tiaratum brauchen sehr viel Platz und Ruhe für ihre Häutungen; daher ist das Terrarium möglichst groß zu wählen.

-Australische Feuerameisen der Gattung Leptomyrmex sammeln die Eier der ET's, die wie Pflanzensamen aussehen, ein und transportieren sie in ihre Speicherkammern in das Ameisennest. Die Schale ist für die Ameisen nicht zu knacken, da sie zu dick ist. Durch das Klima in diesen Bauten können sich die Nymphen entwickeln und schlüpfen dort aus. In den ersten zwei bis drei Tagen sehen sie optisch den Feuerameisen sehr ähnlich. D. h. ihr Körper ist schwarz und der Kopf rot. So gelingt es ihnen unversehrt aus den Bauten zu entkommen.

-Die meisten Extatosoma-Zuchtstämme haben schon massive
Inzuchtprobleme, weil sie praktisch alle auf wenige Tiere zurückgehen,
die vor über 25 Jahren eingeführt wurden. Das Einzige, was bei diesen Problemen hilft, ist die Einkreuzung von Stämmen aus
Australien.

Dienstag, 2. Februar 2010 - 20:43 Uhr
Eurycnema goliath

Herkunft: Australien, Tasmanien

Beschreibung:
Die leuchtend grün, gelb, türkis, weiß und violett gefärbten Weibchen können über 22 cm lang und etwa daumendick werden. Durch Flügelrascheln und Zusammenschlagen der Hinterbeine versuchen sich die Weibchen gegen Angreifer zu verteidigen. Die überwiegend gleich gefärbten Männchen sind deutlich schlanker und erreichen maximal 15 cm Länge. Die Männchen sind flugfähig. Die Nymphen unterscheiden sich in ihrer Färbung stark von den Imagines. Sie sind fahlgrau, braun oder fast anthrazit und sind so zwischen dürren Zweigen hervorragend getarnt.
Die fast rechteckigen Eier sind etwa 5 mm lang und bis 4 mm breit. Ihre Grundfarbe ist grau mit dunkler Marmorierung. Im Laufe der Embryonalentwicklung werden die Eier oft einfarbig dunkelgrau. Sie tragen auf dem Operculum ein auffälliges Capitulum, das orange, gelb, beige oder weiß gefärbt sein kann. Die Weibchen legen durchaus unterschiedliche Typen von Eiern und es ist auch schon vorgekommen, dass ein Weibchen Eier legte, denen stets das Capitulum fehlte. Auch solche Eier waren jedoch voll schlupffähig. Anders, als oft beschrieben, werden die Eier einfach zu Boden fallen gelassen. Dafür wird jedoch der Kot meist schwungvoll weggeschleudert. Eurycnema goliath ist das zweitgrößte Insekt Australiens. Nur Acrophylla titan ist mit 25 cm Körperlänge geringfügig größer.
Haltung und Zucht:

Die Zucht dieser Art gestaltet sich leicht: Die Weibchen produzieren große Eimengen. Die Eier werden abgesammelt und auf ein nur leicht feuchtes Vermiculit gebettet. Nach 4 Monaten schlüpfen die ersten Nymphen, aber auch nach einem Jahr oder sogar noch mehr Zeit kann noch mit dem Schlupf gerechnet werden. Gelegentliches Besprühen der Eier fördert hierbei den Schlupf.
Die frisch geschlüpften Nymphen kommen zunächst in ein kleines Kunststoffterrarium in dem die Luftfeuchte etwas höher ist als im Gaze-Käfig (aber nicht besprühen!). Alternativ können sie auch auf einer Eukalyptus-Pflanze, die mit Gaze umhüllt ist, gehalten werden. Nach der ersten Häutung können die Larven aber schon umgesetzt werden. Nach nur 3 bis 4 Monaten bei optimalen Temperaturen (25 bis 30 °C) und einer guten Futterversorgung, werden die ersten Männchen nach etwa 4 bis 41/2 Monaten die ersten Weibchen adult. Wöchentlich sollte zudem sämtlicher Kot entfernt werden. Auch alter Kot im Terrarium kann zum frühzeitigen Tod der Imagines führen.

Dienstag, 2. Februar 2010 - 20:35 Uhr
Phasma reinwardii

Herkunft : Neuguinea
Aussehen : Die Weibchen werden etwa 20 cm groß. Sie sind meißt grün - braun gefärbt, voll beflügelt und flugfähig. Die Flügel sind braun mit weißen Längsstreifen. Die Mänchen werden etwa 13 cm lang und sind einfarbig Grün gefärbt. Auch sie sind beflügelt und wie die Weibchen flugfähig. Auf dem Thorax befinden sich bei beiden Geschlechtern viele kleine Dornen.
Haltung und Zucht : Das terrarium sollte mindestens 90 cm hoch sein damit sich die Tiere ungestört häuten können. Hierbei haben besonders die Weibchen Schwierigkeiten. Drch hohe Temperaturen von 30 °C und einer hohen Luftfeuchte von etwa 80 - 90 % kann hier vorgebeugt werden. Als Futter bietet sich Eukalyptus aber auch Brombeere an. es ist lediglich darauf zu achten, das es sich um die " großdornige " Heckenbrombeere handelt. An die anderen Brombeerranken gehen vorallem die adulten Weibchen nicht dran und verhungern. Die Nymphen sind hier weniger wählerisch. Nach etwa 6 Monaten sind die Tiere adult . Nach weiteren drei Wochen, kann mit der Eiablage gerechnet werden. Um eine hohe Schlupfrate zu erziehlen, sollten die Eier feucht und warm gelagert werden. bei den oben genannten Temperaturen schlüpfen die zunächst grün - braunen Nymphen nach 5 Monaten.
Phasma gigas ist recht anfällig gegen Unsauberkeit. deshalb sollte das terrarium in rgelmäßigen Abständen gereinigt werden. Als Bodengrund bietet sich entweder Küchenpapier oder Torf an. Letzterer ist praktischer als küchenpapier da sich so die Luftfeuchtigkeit im terrarium besser halten lässt und ,man nicht so oft sprühen muss.

Bemerkungen: Phasma reinwardii ist eine wunderschöne, mittlerweile leider recht selten zu bekommene,Art die jedoch nicht für den Anfänger geeignet ist.

Dienstag, 2. Februar 2010 - 20:32 Uhr
Achrioptera punctipes punctipes

Herkunft: Madagaskar

Futter: Brombeere, Eiche; Eucalyptus, Gaulteria schallon (Sallal)

Größe. Männchen bis 18 cm, Weibchen bis 25 cm

Beschreibung:
Auffällig bei dieser Art ist, die für Phasmiden außergewöhnlich bunte Färbung der Männer. Die grundfarbe des Körpers ist maisgelb, durchzogen von grünen, roten und weißen Streifen.
Die Antenen sind violett gefärbt, die beine tragen weise Punkte, und die Vorderflügel schimmern metallisch blaugrün. Die Weibchen sind weniger auffällig gefärbt. Sie tragen apfelgrüne Dornen auf dem Vorderkörper. und hat ebenfalls weiße Pünktchen auf den Beinen. Beide Geschlechter sind geflügeld jedoch nach meinen Erfahrungen flugunfähig. Um möglichen Feinden zu imponieren, richten beide Geschlechter bei Bedrohung ihre Hinterflügel auf und presesntieren zum teil minutenlang die zeichnung der flügel und des Costalfeldes zur Schau. Erst nach der Imaginalhäutung entfaltet die Art ihre prächtige Färbung. Die nympfen sind nach dem schlupf fast schwarz, sie werden aber nach jeder Häutung heller. Die hellbeigen jungtiere legen in Ruhestellung ihre Beine an und sehen aus wie Zweige.

Haltung und Zucht:
Für die Haltung kann man Glasbecken oder so genante Raupenkästen verwenden. Wichtig ist genügend Luftzufuhr
Die Becken sollten die Mindestmaße von 40 cm x 40 cm 100 cm (lxbxh) nicht wesentlich unterschreiten. Wichtig ist auch die richtige Beleuchtung. Am besten in Form von Tageslicht.
Die Eier müssen feucht und warm gelagert werden. Am besten bei Temperaturen zwischen ca.24c°-30c° . Dies führt gewöhnlich zu einer guten Schlupfrate. Die Jungtiere schlüpfen nach ca,4-6 Monaten. Diese sind ebenfalls auf feuchtwarmes Klima angewiesen.
Eine rLf von 70-80% scheint ideal zur Aufzucht der jungen, wie auch der Haltung der adulten Tiere . Leider gibt es bei der Aufzucht nur mit Brombeere hohe Verluste der Jungtiere.
Die Weibchen legen Täglich bis zu 5 Eier die sie mit dem verlängerten Ovipositor (Verlängerung die aus sieht wie ein Löffel), schwungvoll davon schleudern
Die Eier sollte abgesammelt und auf feuchtem Substrat gelagert werden.

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